02 Apr 2020

Uhren | Autor:

Die Urwerk UR-111C Two-Tone

Die Urwerk UR-111C Two-Tone

Urwerk hat vor einem Monat seine UR-11C in neuem Gewand vorgestellt – in einer markanten Bicolor-Ausführung. Hier verbindet sich eine schwarze PVD-Beschichtung mit brossiertem Stahl. Als Teil der Reihe “Sonderprojekte”, deren Zeitanzeige von der vagabundierenden Stunde als Wahrzeichen von Urwerk abweicht, ist die UR-111C TT sicherlich eine der konzeptuell abenteuerlichsten Uhren auf dem aktuellen Markt.

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Die UR-111 TT bringt drei wesentliche Entwicklungen für die Uhrmacherei mit sich. Zunächst verfügt sie über eine am unteren Gehäuserand angebrachte, lineare retrograde Minutenanzeige im Stil einer Autofahreruhr. Es handelt sich hier um ein Spin-off des für die UR-CC1 erfundenen Mechanismus – mit einer kleinen Zugabe: Für eine bessere Lesbarkeit hat Urwerk die Ziffern in einem Wnkel von 30 Grad diagonal angeordnet. Das bedeutet, dass die Walze der Minutenanzeige sich um 300 Grad um die eigene Achse drehen muss, während eine Sinusfeder aufgezogen wird. In der 60. Minute entspannt sich die Feder, sodass die Anzeige um weitere 60 Grad in ihre Ausgangsposition zurückspringt. Gleichzeitig bewegt sich auch die Stundenanzeige zu ihrer Linken. Das Ergebnis ist eine ansprechende optische Illusion von scheinbar endlos fliesend rotierenden Walzen.
Die zweite Neuerung betrifft die Sekundenanzeige. Auf zwei jeweils in Zehnerschritten graduierte Räder wurden durchbrochene arabische Ziffern aufgesetzt. Jedes Rad wird in einem aufwendigen, speziell entwickelten Verfahren hergestellt. Die Räder greifen wie Zahnräder ineinander und präsentieren leichtgängig die verstreichenden Sekunden. Da die Elemente so klein sind, hat Urwerk über ihnen eine Vorrichtung aus Glasfasern positioniert, die wie eine runde Lupe aussieht.
Das dritte (und vielleicht spannendste) von der UR-11C eingeführte Konzept ist aber die Neuinterpretation der Krone für Aufzug und Zeiteinstellung. Urwerk schafft in diesem Modell dieklassische, seitlich montierte Aufzugskrone ab und wartet mit einem in der Mitte des Gehäusedeckels befindlichen Walzensystem auf. Wird der kleine Hebel an der rechten Gehäuseseite gelöst, kann über den gleichen Zylinder die Zeit mit Sekundenstoppfunktion eingestellt werden.

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Das komplexe Werk ist ein Kaliber mit Automatikaufzug. Es arbeitet auf einer Frequenz von 4 Hz und stellt eine Gangrserve von 48 Stunden zur Verfügung.
Das Gehäuse, in dem Urwerk das Ganze verbaut hat, ist druckgeprüft bis 3 atm. Mit Abmessungen von 42 mm x 46 mm x 15 mm sitzt die Uhr präsent am Handgelenk.

Die UR-111C TT ist eine Sonderserie von nur 25 Exemplaren.



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